Programm

Wenn die Hetze aus den Parlamenten kommt.
Angriffe auf Zentren über das Instrument parlamentarischer Anfragen.

Samstag, 13.04.2019, 10-12 Uhr

Unabhängiges Jugendzentrum Pankow „JUP“ Berlin

Die Bedrohungen für unsere Räume durch Rechte sind so vielfältig wie die rechten Strömungen dieser Tage. Neben klassischen Neonazis, aktionistischen Neuen Rechten und rassistischen Straßenschläger*innen kommt es auch immer wieder zu Angriffen aus den Parlamenten. 
Allen voran die AfD, aber eben auch CDU/ CSU starten immer wieder Kampagnen gegen linke Räume und Jugendzentren. Das Mittel der Wahl sind häufig parlamentarische „Anfragen“. Diese werden genutzt, um personenbezogene Daten einzufordern, zu verleumden und zu hetzen und letztlich auf die Schließung emanzipatorischer Räume hinzuarbeiten. 
In einem offenen Workshop-Format wollen wir diese Gefahren und mögliche Umgangsstrategien damit gemeinsam diskutieren. Wir möchten einen Raum bieten, der es ermöglicht, aus den Erfahrungen anderer zu lernen und eigene Expertise mit anderen zu teilen. 
Der Workshop richtet sich an alle Interessierten, besonders aber an Vertreter*innen aus Zentren mit staatlicher Förderung.

Buchvorstellung ,,KEIN TAG OHNE – Selbstverwaltung, Widerstand und Widersprüche im Haus Mainusch’’


Samstag, 13.04.2019, 10-12 Uhr

Wir sind ein kleines Schreiber*innen Kollektiv aus Mainz, das demnächst ein Buch veröffentlicht mit dem Titel ,,Kein Tag Ohne – Selbstverwaltung, Widerstand und Widersprüche im Haus Mainusch’’.
Das Buch handelt vom Haus Mainusch in Mainz, einem selbstverwalteten Kommunikationszentrum, das es seit 1988 gibt und welches seit geraumer Zeit von Räumung bedroht ist. Das Mainusch war neben Partylocation, Wohnzimmer, Konzertbühne, Treffpunkt für pol. Gruppen, und und und… schon so ziemlich alles was man sich unter einem AZ vorstellt.
Im Buch berichten wir von Ereignissen aus der Gegenwart und der Vergangenheit um das Haus Mainusch, reflektieren die vielen Konzepte, die zu solchen Räumen gehören und schreiben über die vielen Widersprüche, die sie produzieren.
Zu Uns: Wir das Kollektiv sind 4 Menschen, die alle seit längerer Zeit aktiv im Haus sind und diesen Sommer, beschlossen haben dieses Buch zu schreiben.

Der Kampf mit den Behörden: Umgang mit der GEMA


Samstag, 13.04.2019, 10-12 Uhr
BAG OKJE , AGJF Sachsen e.V.

(Jugend)Kultur zurückerobern – GEMA aus’m Weg!
Die GEMA war von jeher eine Bürde für selbstverwaltete Strukturen. Undurchsichtige Anmelde- und Abrechnungsverfahren, schmerzhafte Nachzahlungen und ein kaum zu stemmender Verwaltungsaufwand bremsen bzw. verunmöglichen selbstorganisierte Kulturveranstaltungen in unseren (Jugend)Zentren. 
Mit der Kündigung der „Pauschaltarife“ ist die Rolle der GEMA für viele Zentren von einer Bürde zur Plage geworden. Zum Inkrafttreten des neuen Rahmenvertrags formulierte die Bundesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendeinrichtungen e.V. (BAG OKJE e.V.), Verhandlungspartnerin der GEMA: „Der Vertag bietet vergünstigte Bedingungen für die Musiknutzung in Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit “. Diese Ankündigung deckt sich nicht im Entferntesten mit den Erfahrungen der Aktiven in selbstverwalteten (Jugend)Zentren.

Die Verträge aber sind nicht in Stein gemeißelt. Eine Akteurin bei der zukünftigen Vertragsgestaltung ist die BAG OKJE, in der die Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten Sachsen e.V. (AGJF) als Landesverband mitwirkt.

Im Workshop steht eine Vertreterin der AGJF für Infos zur GEMA und Mitnahme der Anliegen unserer Zentren zur Verfügung. Wir wollen in dem Workshop gemeinsam auf die zahlreichen GEMA-Verwerfungen blicken und unsere Forderungen für selbstorganisierte, unkommerzielle und alternative (Jugend)Kultur formulieren.

Moderation: UJZ Kornstraße Hannover 
AGJF Sachsen e.V.: https://www.agjf-sachsen.de/
BAG OKJE: https://www.offene-jugendarbeit.net/

Zentren im Polizeistaat

RA*in & Kampagne Anti4Punkt Hannover

Samstag, 13.04.2019, 14-16 Uhr

Repression gegen linke Zentren
11. Februar 2016. Es ist kalt, aber die Sonne scheint. Der Nachwuchs spielt schon am frühen Morgen im Kinderladen. Eigentlich ein schöner, langweiliger Tag im schönsten Zentrum der Stadt. Und dann stürmt ein Sondereinsatzkommando ins UJZ Korn. Den Kindern kündigen vermummte Bullen eine Schatzsuche an, die aber eigentlich eine Razzia ist. Der Schatz, den sie heben wollen, sind Hinweise auf Verbindungen zur PKK.

Im Workshop wollen wir euch die Geschichte der Repression gegen das UJZ Korn und unseren kollektiven Umgang mit dieser vorstellen. Dabei möchten wir die angewendeten Methoden der behördlichen Datensammlung beleuchten und über die Relevanz von Datenauskunftsersuchen sprechen. Zudem stellen wir euch unseren praktischen Ansatz für ein gemeinsames Datenauskunftsersuchen vor.

Wir freuen uns, wenn ihr eure Erfahrungen zum Thema Repression gegen linke Zentren ebenfalls vorstellt und wir gemeinsam anhand dessen Handlungsmöglichkeiten diskutieren können.

Aktivismus und Pressearbeit

Samstag, 13.04.2019, 14-19 Uhr

Rosa-Luxemburg-Stiftung

Es ist doch immer wieder ärgerlich: Da hat mensch sich eine tolle Idee in den Kopf gesetzt, eine Aktion, eine Demo, eine Kampagne – aber vergessen, den Medien Bescheid zu sagen. Oder es wurde Bescheid gesagt, aber keine*r ist gekommen. Oder es ist jemand gekommen, aber alle wollen nur wissen, wie das denn nun mit der Gewalt so sei! Wie kann das besser klappen? ’Wie können wir unsere Inhalte und Ziele gekonnt formulieren, so dass sie von vielen gehört, verstanden und geteilt werden? Wir wollen im Seminar ganz praktisch werden: Wie schreibe ich gute Flyer und Aufrufe? Welche Journalist*innen spreche ich an und wie? Wie spreche ich klar und überzeugend fürs Radio oder Fernsehen?

Handlungsstrategien bei Angriffen von Faschos – Erfahrungsbericht und Diskussion

Samstag, 13.04.2019, 17-19 Uhr
Kim Hubert Salzwedel

„Nun ist der Punkt erreicht, an dem es nicht mehr zu leugnen ist, dass sich auch in dieser Stadt Neonazis umhertreiben“, hieß es im Aufruf zur Demonstration „Für eine antifaschistische Provinz – Nazistrukturen zerlegen“ im Juli 2018. Einen Monat zuvor stürmten 8-10 Neonazis in das Autonome Zentrum Kim Hubert in Salzwedel.

Zwischen Überforderung und endloser Solidarität fanden wir uns wieder. Wir wollen euch die Situation in Salzwedel näher bringen, Erfahrungen und Probleme im Umgang mit Euch teilen, kritisch hinterfragen und diskutieren.

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