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Bedrohte Jugendzentren solidarisieren sich.
Standing United – Bundeskongress linker Räume und Jugendzentren
12. – 14. April 2019 im AJZ Chemnitz
– Presseinformation

Im AJZ in Chemnitz sind an diesem Wochenende mehr als 150 Aktivist*innen aus über 25 linken Räumen und Jugendzentren zusammengekommen. Es waren von der Roten Flora in Hamburg, der Potse in Berlin über das DESI in Nürnberg bis zur Spitzenfabrik in Grimma und der Tonne in Wangen im Allgäu Aktivist*innen vor Ort, die die akute Bedrohungssituation auf verschiedenen Ebenen diskutiert haben.

An drei Tagen fanden über 20 Veranstaltungen – wie Lesungen, Workshops, Vorträge und Podiumsdiskussionen – statt. Inhaltlich ging es am Freitag und Samstag um die Auswirkungen des zunehmenden Rechtsrucks und autoritärer Formierung sowie zunehmende ökonomische Zwänge auf die Zentren. Am letzten Tag des Kongresses wurde über gemeinsame Gegenstrategien und Perspektiven diskutiert. Dabei betonen die Aktivist*innen die Notwendigkeit und ihre Entschlossenheit, sich zusammenzuschließen, um reaktionären Tendenzen entgegenzutreten. Es wurden konkrete Vernetzungsmöglichkeiten und solidarische Unterstützungsmöglichkeiten ausgemacht. Insbesondere einigten sich die Aktivist*innen auf einen weiterführenden Kongress.

Darüber hinaus haben die Vertreter*innen der Zentren an diesem Wochenende u. a. folgende Forderungen entwickelt:
• Wir sind Teil der Gesellschaft: Unsere politische, kulturelle und soziale Arbeit ist wichtig und muss deshalb unterstützt werden!
• Wir verfolgen emanzipatorische Ansätze: Setzt uns nicht mit Rechten gleich!
• Wir brauchen unsere Räume: Sie müssen erhalten statt verkauft werden!

Dazu erklärt Anna Wisniewski, die Pressesprecherin des Kongresses:
„Wir stellen diese Forderungen, weil wir unsere Zentren als eine gemeinsame Struktur verstehen. Das werden wir uns weder durch Repression noch staatliche Gängelung oder ökonomischen Druck nehmen lassen. Denn wir stehen zusammen.“

Simon Widdel, UJZ Korn; Anna Wisniewski, BDP Landesverband Sachsen
Kontakt: presse-jzk2019@systemausfall.org / 0176-74125258

FB: @zentren.BuKo – Standing United – Bundeskongress linker Räume + Zentren 

Presseinformation – Save the Date!

Jugendzentren bedroht – Schluss mit den Angriffen!

Vernetzen, Diskutieren, Selbstorganisieren: Vom 12. bis 14. April 2019 treffen sich Vertreter*innen aus selbstorganisierten Jugendzentren und linken Räumen in Chemnitz. Die Zunahme unterschiedlichster Angriffe auf selbstorganisierte Jugendzentren veranlasst sie, einen Kongress zu veranstalten, um sich für den gemeinsamen Erhalt emanzipatorischer Räume zu engagieren.

Wir blicken zurück auf eine über vierzig Jährige erfolgreiche Geschichte selbstorganisierter, linker Zentren. Das Erstarken der Rechten bedroht heute diese Räume, deshalb wollen wir ein Zeichen setzen. Denn die Räume sind nicht nur wichtig für ihre Nutzer*innen, sondern für eine aufgeschlossene und solidarische Gesellschaft.“

Alyssa Coburg

Einhergehend mit einem gesellschaftlichen Rechtsruck, nimmt der Druck auf linksalternative Jugendzentren in den letzten Jahren in ganz Deutschland immens zu. Immer wieder kommt es zu tätlichen Angriffen auf linke Räume und Jugendzentren und deren Besucher*innen. In Salzwedel beispielsweise stürmten vermummte und bewaffnete Neonazis das Jugendzentrum und verletzten mehrere Personen und zerstörten die gesamte Inneneinrichtung. Auch zivilgesellschaftliche Vereine werden durch Rechte und Neonazis bedroht. Auf institutioneller Ebene werden Jugendzentren und Zivilgesellschaft durch Hetze, verleumderische Anfragen und schließlich Forderungen nach Streichung der öffentlichen Mittel angegriffen. Wer sich gegen Rassismus und Diskriminierung stark macht, wird von unterschiedlichen Rechten und Konservativen angegangen. Hinzu kommt der zunehmende Druck durch die neoliberale Wirtschaftslogik: steigende Mieten, teure Streitigkeiten mit der GEMA und vielfältige weitere Kosten bedrohen zahlreiche Jugendzentren. So fällt die Potse in Berlin, nach 46 Jahren der erfolgreichen Nutzung durch Generationen von jungen Menschen, der Gentrifizierung zum Opfer.

Diese Vielfalt an Problemlagen und akuten Bedrohungen für Zentren und deren Besucher_innen sind der Anlass, sich zu vernetzen und Erfahrungen, sowie Tipps und Strategien im Umgang auszutauschen. Das Programm des Kongresses ist breit aufgestellt – von der Auseinandersetzung mit politischen und ökonomischen Problemen und den Umgang mit Diskriminierung, über die Organisation von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, das Wirken von Zentren im Stadtteil, Barrierefreiheit bis hin zu migrantischen Perspektiven in selbstorganisierten Jugendzentren. Geplant sind drei Tage voller Workshops, Diskussionsrunden und direktem Austausch.

Wir denken, dass ein Kongress selbstorganisierter, linker Jugendzentren ein richtiger und wichtiger Schritt ist, um Angriffe geschlossen abzuwehren, Jugendzentren zu erhalten und letztlich Perspektiven zu schaffen, wie Jugendzentren mitwirken können im Streit um eine befreite Gesellschaft.“

Ahmad Abdel

Organisiert wird der Kongress von Aktiven aus verschiedenen Zentren. Mit dabei sind ua. das AZ Conni (Dresden), Café Irrlicht (Schopfheim), Flafla (Herford), Jugendhaus am Hulsberg + Jugendhaus Buchte (Bremen), Kulturbüro Sachsen, das UJZ Korn (Hannover) und das Unabhängige Jugendzentrum Pankow (Berlin), ZAZ (Niedersachsen). Finanzielle Unterstützung gibt es von der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem Bund deutscher Pfadfinder*innen.

Durch weitere Spenden kann unser Anliegen unterstützt werden:

Spendenkonto: Bund Deutscher Pfadfinder_innen, Bank für Sozialwirtschaft, DE43660205000008716502, BFSWDE33KRL, Stichwort: “Spende JzK”

Kontakt: presse-jzk2019@systemausfall.org / 017674125258

FB: @zentren.BuKo – Standing United – Bundeskongress linker Räume + Zentren

HP: standingunitedbundeskongress.wordpress.com/

Save the Date!

Kongress selbstorganisierter/ autonomer Jugendzentren

In den letzten Jahren nimmt der Druck auf linksalternative Jugendzentren in ganz Deutschland zu. Dies geht einher mit einem gesellschaftlichen Rechtsruck. Immer wieder kommt es zu direkten Angriffen auf Aktivist_innen und verschiedenste linke Zentren, wie auch zivilgesellschaftliche Vereine durch Rechte und Neonazis. Auch auf institutioneller Ebene werden Jugendzentren und Zivilgesellschaft durch Hetze, verleumderische Anfragen und schließlich Forderungen nach Streichung der Mittel angegriffen. Die AfD agiert hier in vorderster Reihe, doch auch die CDU, wie zum Beispiel in Köln, ist sich nicht zu schade, langjährige und wichtige Jugendprojekte zu bedrohen. Wer sich gegen Rechte und Diskriminierung stark macht, wird aktuell von Rechten und Konservativen aus verschiedenen Zusammenhängen angegriffen. Und als ob das alles nicht genug wäre, vermehrt sich ebenso der Druck durch neoliberale Wirtschaftslogik. Steigende Mieten, teure Streitigkeiten mit der GEMA und sonstige Kosten bedrohen zahlreiche Jugendzentren, wie zum Beispiel Potse/ Drugstore in Berlin, während sich die Politik in den meisten Fällen weigert helfend einzuspringen.

Letztlich brauchen wir von keiner Seite aus großartige Hilfe zu erwarten, außer von uns selbst. Niemals sollten wir unterschätzen, wie viele wir sind und wie viel Wissen und Fähigkeiten aus unserer Runde kommen können, so lange wir solidarisch beisammen stehen!

Wir denken, dass ein Kongress selbstorganisierter, linker Jugendzentren ein richtiger und wichtiger Schritt ist, um Angriffe geschlossen abzuwehren, Jugendzentren zu erhalten und letztlich Perspektiven zu schaffen, wie Jugendzentren mitwirken können im Streit um eine befreite Gesellschaft.

Wir laden euch hiermit herzlich ein vom 12.4. bis 14.4.2019 nach Chemnitz ins AJZ zu kommen, um gemeinsam einen ereignisreichen und produktiven Kongress zu erleben.

Wir richten uns mit dieser ersten Einladung an alle Aktiven in den Strukturen der Zentren, all die jenigen, die tagtäglich dafür sorgen, dass die Projekte bestehen bleiben. Am wichtigsten ist es uns natürlich, dass ihr eure Genoss_innen und Freund_innen einpackt und den Kongress besucht, um euch an den Debatten zu beteiligen und um euch zu vernetzen!
Als erstes zückt bitte eure Kalender und markiert euch dick die Daten, besprecht euch in euren Zusammenhängen und lasst uns bitte zeitnah wissen, ob ihr dabei seid.

Darüber hinaus gibt es einige Möglichkeiten, sich schon im Vorhinein einzubringen:
1. Ihr habt ein inhaltliches Thema, was besser nicht fehlen sollte? Schickt es an
jzk-programm@wat.systemausfall.org und wir werden versuchen, es noch mit unterzubringen. Dies kann entweder im open space stattfinden, oder in einem Workshop-Slot.
2. Es wird einen open space geben. Alles was inhaltlich fehlt, euch wichtig ist, spontan anfällt, oder akut einfach sein muss – auch dafür wird es Raum geben.
3. Ihr wollt vor Ort die Orga-Gruppe unterstützen? Meldet euch ganz allgemein oder zu bestimmten Aufgaben bei jzk-betreuung@wat.systemausfall.org.
4. Es wird einen „Markt der Möglichkeiten“ geben, bei dem ihr euer Zentrum/ eure Gruppe in Form eines Info-Tisches vorstellen könnt.
Bei Interesse daran, meldet euch bitte bei

jzk-betreuung@wat.systemausfall.org an, bringt dann euer Infomaterial mit.

Ihr fühlt euch angesprochen von den einleitenden Worten? Ihr seht ganz einfach die Notwendigkeit eines solchen Kongresses? Ihr wollt Aktivist_innen und Jugendzentren aus ganz Deutschland kennenlernen und euch mit ihnen vernetzen? Ihr habt Probleme, die andere bestimmt kennen und wollt Infos einholen? Ihr habt schon Erfahrungen gemacht, aus denen andere lernen können?
Oder ihr habt einfach Bock auf ein spannendes Wochenende mit tollen Menschen und Angeboten?

Dann meldet euch bei jzk-betreuung@wat.systemausfall.org und liked unsere Facebook-Page um weitere updates zu Programm und Ablauf zu bekommen.

Es grüßt herzlich und solidarisch der Vorbereitungskreis*.

*Wir sind ein Zusammenschluss von ca fünfzehn Menschen aus linken/ selbstorganisierten Jugendzentren, so wie Juggendbildungsprojekten und Einzelpersonen aus dem ganzen Bundesgebiet.

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